Rangliste Monsterkloppen für Familien

Brian Yu: Geister, Geister, Schatzsuchmeister!
Brian Yu: Geister, Geister, Schatzsuchmeister!

Spätestens mit sieben Jahren können die Kleinen mitmachen beim Monsterkloppen. Geister, Geister, Schatzsuchmeister bietet unterhaltsames Dungeon Crawling mit leichtem Einstieg. Die einfachere Variante meistern Grundschüler mit ein wenig Übung selbständig: Würfeln, Karte ziehen, Geisternachschub verteilen, durch die Villa laufen und die Biester verdreschen! Die schwierigere Variante verlangt dann schon ein strategisches Vorgehen, das auch größere Kinder und Eltern noch fordert. Ohne Kooperation hat man da keine Chance.

Rang12345
SpielAuZtralienKing of TokyoGeister, Geister, SchatzsuchmeisterGloomhaven – die Pranken des LöwenDie Legenden von Andor
Alter11+8+7-1212+9-14
Spieler1-42-62-41-42-4
Dauer120203012075
Preis😐😐🙁🙂😐
Aufmachung🙂😐🙁🙂🙂
Glückmäßigsehr vielvielmäßigviel
Interaktionmäßigsehr vielvielvielviel
Komplexitäthochsehr niedrigsehr niedrigsehr hochmäßig
Richard Garfield: King of Tokyo
Richard Garfield: King of Tokyo

Nicht kooperativ, sondern konfrontativ geht es bei King of Tokyo zu. Hier spielt man nicht gegen die Monster, sondern jede:r ist selbst eins – und versucht Tokyo ganz für sich zu haben. Godzilla lässt grüßen! Der Mechanismus ist so simpel wie bekannt: Kniffel wurde einfach eine ordentliche Portion Interaktion eingeflößt. Wie damals bringt ein Pasch Siegpunkte, aber man kann auch Energie tanken, anderen Lebenspunkte rausprügeln oder selbige zurück gewinnen, wenn man schon etwas mitgenommen ist. So geht es flott hin und her, bis der King of Tokyo fest steht. Das Ganze läuft so kurzweilig ab, dass man dabei glatt vergisst, dass man Würfelspiele viel zu glückslastig findet, denn hier passt das einfach; und ganz ohne Taktik geht es dann doch nicht. Man darf sich nur nicht von der trashigen Aufmachung abschrecken lassen, was bei Kindern ohnehin eher nicht der Fall ist.

Michael Menzel: Die Legenden von Andor
Michael Menzel: Die Legenden von Andor

Gegen Ende der Grundschule dürfen es dann schon größere Abenteuer sein. Die Legenden von Andor erzählen mit jeder Episode eine abendfüllende Geschichte, ohne langatmig zu werden. Dabei müssen regelmäßig jede Menge Monster aus dem Weg geräumt werden. Doch Vorsicht: Jeder Erfolg kostet Zeit, die eigentlich für die Erfüllung des siegbringenden Auftrags benötigt wird. Enge Abstimmung und genaue Planung der einzelnen Schritte sind gefragt, was ein Regisseur an sich reißt, wenn man nicht aufpasst. Da das gesamte Ausmaß der Aufgabe sich in einer Legende erst nach und nach offenbart, hat man so oder so im ersten Versuch normalerweise keine Chance. Die einzelnen Legenden bieten jede für sich eine Rätselaufgabe, die es auszutüfteln gilt, um siegreich hervor zu gehen. Das mindert dann auch die Lust darauf, ein bereits gelöstes Rätsel nochmal anzugehen, sodass die fünf enthaltenen Legenden begrenzt Unterhaltung bieten.

Martin Wallace: AuZtralien
Martin Wallace: AuZtralien

Immer wieder aufs Neue zum Kampf lädt AuZtralien ein, denn hier spielt man jedes Mal gegen eine anders zusammengesetzte Bedrohung und zugleich auch gegeneinander. Man muss zwar gemeinsam gegen die Monster bestehen, den Sieg trägt aber allein davon, wer die meisten Siegpunkte einsammelt. Die gibt es nicht nur für Erfolge im Kampf, sondern auch für geschützte Farmen, die Ausbeutung der Phosphatvorkommen und angeheuerte Spezialisten. AuZtralien verbindet das Monsterkloppen mit einem eingängen Wirtschafts- und Optimierspiel, das der Grundschule entwachsene Kinder mitreißt. Das Problem des Alpha-Spielers erledigt sich mit dem semi-kooperativen Ansatz ganz von selbst. Warum sollte man sich vom Gegner etwas sagen lassen? Ganz ohne Abstimmung kommt man gegen die Großen Alten aber auch nicht an.

Isaac Childres: Gloomhaven - Die Pranken des Löwen
Isaac Childres: Gloomhaven – Die Pranken des Löwen

Gloomhaven gilt als ungemein komplexes, schwer zugängliches Spiel. Isaac Childres ist es mit der kompakten Variante Pranken des Löwen allerdings gelungen, Schritt für Schritt zum großen Spielerlebnis hinzuführen. Das Spielsystem ist zwar das gleiche, aber es wird in fünf Szenarien ebenso spielerisch wie behutsam nahe gebracht. Das macht die Angelegenheit bewältigbar, auch wenn es kompliziert bleibt. Dafür wird man mit einem ausgefuchsten Dungeon-Crawler belohnt, der spannende Szenarien bietet, die ein überlegtes Vorgehen erfordern. Davon gibt es in der Schachtel gleich fünfzig Stück, deren Aufbau flott von Statten geht, weil man nur das beigefügte Buch aufschlagen muss und schon hat man den Spielplan vor sich.

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