Rangliste Kinderspiele ab 5 Jahren

Rang12245
SpielDiego DrachenzahnZicke Zacke HühnerkackeMemoryMensch ärgere dich nichtKakerlakak
Alter5-85-105+5-85-8
Spieler2-42-42-62-62-4
Dauer1515304515
Preis🙂😐😐🙁🙁
Aufmachung😐🙂😐😐🙁
elterntauglich🙂🙂🙂😐🙁
Glückkaumkaumkaumvielviel
Interaktion🙂🙂🙂🙂😐
Manfred Ludwig: Diego Drachenzahn

Für Fünfjährige können Spiele schon ganz schön ausgefuchst sein, ohne dass der Spaß für die Kleinen auf der Strecke bleibt. Bei Diego Drachenzahn wird eine ganze Menge gefordert: Man zieht eine Karte und muss versuchen drei Kugeln in die passende Ausbuchtung zu schubsen. Während dessen raten die anderen, wo man wohl hintreffen wollte, was nicht so einfach ist, weil es doch oft schief geht. Das Resultat sind keinerlei Wartezeiten und ein nettes Gegeneinander, bei dem die Kinder hinsichtlich Physik und Psychologie spielerisch etwas dazulernen. Durch den niedrigen Glücksanteil gewinnt zwar für Kinderspiele vergleichsweise häufig der Geschicktere, trotzdem ist das Geschehen so packend, dass alle gerne mitspielen. Manfred Ludwig, der schon mit Viva Topo! den Preis Kinderspiel des Jahres gewinnen konnte, gelang dies mit Diego Drachenzahn 2010 nochmals.

Klaus Zoch: Zicke Zacke Hühnerkacke

Zicke Zacke Hühnerkacke ist eine richtig flotte Memory-Variante. Wer sich merken kann, wo was liegt, kommt mit seinem Huhn schnell voran und kann anderen ihre Federn abjagen. Wer alle überholt hat, gewinnt. Anfangs geht es nur langsam vorwärts, doch nach und nach merkt man sich die richtige Reihenfolge und die Hühner laufen immer schneller, wobei sie sich gegenseitig die Federn rupfen. Wer dann als erster den kompletten Parcour drauf hat, gewinnt das Spiel. Für Eltern ist da nicht viel zu holen, vor allem da es gerne mal zwei, drei oder mehr Partien hintereinander werden und das Erwachsenenhirn die Runden durcheinanderbringt. Entsprechend groß ist der Spaß für die Kinder! Die aufwendigen Holzfiguren rechtfertigen die gut zwanzig Euro, die das Spiel kostet.

Memory
William Hurter: Memory

Obwohl ab vier Jahren vom Verlag angegeben, sei Memory ebenso wie Zicke Zacke erst ab fünf Jahren empfohlen, da es sonst leicht frustrierend gegen Ältere ausfällt. Vorher eignen sich eher Junior-Varianten. Das klassische Memory ist im Vergleich zu Zicke Zacke eine ebenso ruhige wie generationenübergreifende Variante, bei der auch Oma und Opa mitspielen. Zugleich ist es dadurch für Kinder nicht so anziehend, fehlt doch die Rasanz des Rupfens an den Schwanzfedern der anderen.

Mensch ärgere dich nicht
Mensch ärgere dich nicht

Mensch ärgere dich nicht kann man demgegenüber ab fünf Jahren empfehlen, obwohl auf der Schachtel ab sechs angegeben wird. Das Spiel ist aber so einfach und in seinen Abläufen klar, dass es eigentlich losgehen kann, sobald Kinder bis sechs zählen können. Zeitgemäß wirkt es als Kinderspiel heute aber nicht mehr, dauert es doch sehr lange. Das halten jüngere Kinder kaum durch und ältere interessieren sich dann doch für andere Spiele.

Peter-Paul Joopen: Kakerlakak

Mit Kakerlakak gelang Peter-Paul Joopen 2013 ein großer Erfolg. Tatsächlich übt die batteriebetriebene Kakerlake anfänglich große Faszination aus, wie sie da durchs Labyrinth zappelt. Das Spiel gerät dann auch entsprechend hektisch. Was ja durchaus seinen Reiz hat, allerdings lässt sich gut damit taktieren, wie schnell oder langsam man würfelt. Das führt dann leicht zu Diskussionen. Lieber lassen die Kinder dann die Kakerlake durch die ganze Wohnung flitzen, was das Batterietier aber nicht allzu lange verträgt.

Klaus Zoch, Peter Schacker: Beppo der Bock

Noch zwei Spiele ab fünf sollen hier Erwähnung finden, obwohl sie aktuell nicht lieferbar sind. Bei Beppo der Bock, dem Kinderspiel des Jahres von 2007 scheiden sich zwar die Geister. Mir scheint das Urteil von manchen Erwachsenen allerdings etwas vorschnell. Nachdem das Spiel anfangs die meisten begeister, lässt bei vielen der Reiz nach, wenn sie mit Beppo zielsicherer werden. Genau dann aber ist der Moment, wo es noch ein paar Runden braucht, bis Kinder heraus haben, wie man mit Position und Kleeblatt taktieren kann, wodurch das Spiel noch spannender wird.

2016 gewann Stone Age Junior den Preis Kinderspiel des Jahres. Es ist angelehnt an das bekannte Kennerspiel von 2008. Um es kindgerecht zu gestalten, wurde statt auf Arbeiteinsatz auf ein Merkspiel gesetzt, bei dem sich die Plätze der verdeckten Kärtchen immer wieder ändern. Die darüber gesammelten, wunderschön aus Holz gestalten Rohstoffe, kann man dann wie beim großen Spiel in Hütten umwandeln, die den Sieg bringen.

Marco Teubner: Stone Age Junior

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