
Wir bezahlen Karten mit Karten wie bei San Juan, nur dass es mehrere Farben gibt und wir farbgleich bedienen müssen, außerdem ist manchmal zusätzlich noch Geld fällig. Die somit langsam wachsende Auslage handeln wir dann irgendwann in einem Zug ab, um Geld und Punkte zu bekommen. Danach können wir dann auf die abgehandelten Karten wieder neue legen, damit die Auslage nicht zu schnell anwächst, denn mit der Größe der Auslage nimmt auch die Armut zu, die am Ende Minuspunkte einbringt. Mit einigen Karten lässt sie sich aber eindämmen. Thematisch geht der Wiederaufbau Londons in der Mechanik der sich stapelnden Auslage, wo wir eigentlich nur Karten ihrer Punkten wegen sammeln, buchstäblich unter.
London läuft komplizierter und weniger interaktiv als San Juan, bietet aber weniger strategische Möglichkeiten, weil die Karten letztlich nur die Mengen Geld, Punkte und Armut variieren. Dem Muster folgen auch die Sonderkarten der Boroughs, die das Spiel durch etwas dauerhaftere Effekte etwas komplierter machen, ohne große Variabilität einzubringen. Für zwei Stunden Spielzeit wiederholen sich die Abläufe zu sehr. Die Ausstattung der Second Edition ist schick, aber für ein Kartenspiel auch etwas voluminös.
Bewertung: Naja!
