Bücher der Zeit: alles für den ersten Eindruck!

Mehrspielersolitär konsequenter Ausprägung: Einziger Berührungspunkt ist, dass wir Seiten für unsere Bücher aus der Mitte nehmen. Doch noch nicht einmal das kann man wegschnappen nennen, weil es schon schwer genug ist, etwas Passendes für sich selbst zu finden. Die Bücher geben stark vor, welche Symbole wir sammeln müssen und deshalb dürfen wir nicht wählerisch sein. Noch eingeschränkter wird die Wahl dadurch, dass die auswählbaren Seiten mit sehr unterschiedlichen Aktionsmöglichkeiten einher gehen. Es geht dann eigentlich nur noch darum, wer das Glück hat, dass die benötigten Symbole zur rechten Zeit mit brauchbaren Aktionen in der Auslage liegen. Der Rest ist sich ewig gleichförmig wiederholendes Hin- und Hertauschen der beiden Ressourcen Stifte und Papier gemäß den ziemlich beliebigen Aktionsmöglichkeiten auf den Seiten.

Bewertung: Gähn!

Die Zeitangabe wird dabei deutlich gesprengt, wobei ein Großteil damit verbracht wird, zu warten, bis andere etwas getan hat, was mich nicht juckt, während die eigenen Züge simpel genug sind, sodass wir uns die Zeit nicht einmal mit nachdenken vertreiben können. Da haben wir uns von der verführerischen Aufmachung und Thematik ganz schön verleiten lassen. Das Spiel ist so sehr auf den ersten Eindruck getrimmt, dass es noch nicht einmal eine Farbcodierung gibt.

An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass Bewertungen nur hilfreich sind, wenn sie Kriterien benennen, damit andere beurteilen können, ob das für sie Relevanz hat. Wenn alle Urteile positiv ausfallen und nur noch mit „find ich gut“ kommentiert würden, wäre keiner lesenden Person bei der Urteilsfindung geholfen, ob sich das Spiel für sie lohnt. Gleiches gilt natürlich für unbegründete negative Kommentare, die sich auf die Aussage „schlechtes Spiel“ reduzieren.

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