
Bei jedem Zug gilt es, Entscheidungen zu treffen. Soll man lieber diese oder jene Karte nehmen, ein Weltwunder bauen oder vielleicht abwerfen und Geld kassieren? Nicht selten rätselt man, was wohl die beste Option ist. Das spricht einerseits für einen hohen Unterhaltungswert. Andererseits kommen die Karten, wie sie wollen und gerade bei mit verdeckten ist es pures Glück, wie gut sie zu dem passen, was man sich bisher aufgebaut hat. Zuweilen schlägt das Pech so einseitig zu, dass die Spannung schon früh raus ist. Oft aber bleibt es bis zum Schluss spannend. Nicht selten bringen auch die Siegmöglichkeiten über Militär und Wissenschaft zusätzlich Würze ins Spiel.
Bewertung: Empfehlung!
In jedem Fall bieten die vielen Karten Abwechslung und es macht Spaß, sich ein kleines Imperium zu errichten. Nur allzu viel Strategie sollte man sich nicht erwarten. Dafür verleiht der Glücksanteil auch Partien mit Kindern Unterhaltungswert, der vielen anderen Zwei-Personen-Spielen mit hohen taktischen Anforderungen fehlt.

Die Erweiterung um den Pantheon erweitert die taktischen Möglichkeiten, um bestimmte Strategien zu verfolgen. Der Zwang, eine Karte nehmen zu müssen und damit die darunter dem anderen in die Hände zu spielen, wir dadurch gemildert, ohne dass das Spiel dadurch an Würze verlieren würde. Allerdings sind die Götter auch recht stark und bringen so manches mal das Spiel zum kippen. Die Abschaffung der Gilden muss man nicht unbedingt mit machen, allerdings bringen die neuen Großtempel nochmal ein wichtiges Wettrennen um die Karten am Schluss.

Die Erweiterung um die Agora fügt ein recht typisches Mehrheitenspiel hinzu und einige fiese Verräterkarten. Mehrheiten im Senat verleihen Vorteile und Siegpunkte. Verräter schlagen unvorhersehbar und zuweilen hart zu. Der Spielcharakter verändert sich dadurch deutlich.