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SETI: Erster!


Genau darum geht es bei SETI andauernd. Überall sollte man Erster sein, um die Zusatzboni abzugreifen. Das gilt für die Aliens, Planeten, Technologien und Zielplättchen gleichermaßen. Das Spiel ist ein einziges Wettrennen, zu dem noch das um die Mehrheit beim Scannen hinzukommt. Das macht die ganze Angelegenheit recht taktisch. Man sollte sich genau anschauen, was die anderen machen, um nicht zu spät dran zu sein und wertvolle Punkte liegen zu lassen. Da kann man nicht einfach stupide seine Strategie runterspielen. Selbst die Technologien sind zu unterschiedlichen Zeitpunkten im Spiel interessant, sodass hier ein kontinuierliches Wettrennen um die gerade relevanten entbrennt.

Bewertung: Spitze!

Dafür dass SETI keine direkte Interaktion kennt, geht es erstaunlich kompetitiv zu. Das Sonnensystem tut dann noch sein Übriges, um ständig den Handlungsdruck zu verspüren, wichtige Bewegungen zu machen, ehe die anderen die nächste Drehung auslösen. Die Zugabfolge will deshalb gut abgestimmt und aus jedem Zug möglichst viel rausgequetscht werden. Das führt zu Denkpausen, in denen meist aber auch die anderen mit Grübeln beschäftigt sind. SETI geht nicht schnell, dafür thematisch und kombinatorisch einnehmend. Dass es geschafft wurde, das alles derart in einander greifend und dabei relativ gut balanciert auszutüfteln, verdient den aller größten Respekt. Eine Meisterleistung von Autor und Redaktion!

Das gilt auch für das Thema, dass uns auch dann einnimmt, wenn wir damit vielleicht gar nicht so viel anfangen können. Denn das Drehen des Sonnensystems ist spielmechanisch eine spannende Innovation und die Außerirdischen bringen Würze ins Spiel, ohne ihnen thematisch die Dominanz zu überlassen.

Nicht unerwähnt sollte aber bleiben, dass auch Glück eine große Rolle spielt. Wann bekomme ich welche Karte auf die Hand? Das macht den Unterschied. Das erzeugt aber auch den Wiederspielreiz, denn ständig versuchen wir, die zur Verfügung stehenden Karten in die richtige Reihenfolge zu bringen, und davon haben wir in keinem Spiel die gleichen auf der Hand. Es ist jedes Mal eine Herausforderung und jedes Mal eine andere.

Die vom Verlag empfohlenen Anpassungen für zwei Spieler funktionieren, weil man sich beim Scannen sowieso fokussieren muss, um im Sektor möglichst nicht überboten zu werden. Immerhin bringt es auch im Mehrspielerspiel nichts, breit zu streuen. Genau das macht die Scan-Aktion so knifflig.

SpielSETI
AutorTomas Holek
Alter14
Dauer180
Bewertung
1 Spieler
2 Spieler
3 Spieler
4 Spieler
5 Spieler
6 Spieler
7+ Spieler
Aufmachung optisch
Aufmachung funktional
thematisch
Kinderspiel
Familienspiel
Kennerspiel
Expertenspiel
Zugänglichkeit
Regeleingängigkeit
Glücksfaktor
Taktik
Strategie(n)
Timing
Interaktion
Konfrontation
Kooperation
Konstruktion
Freiraum
Spielfluss
Dramaturgie
Anfangsspaß
Langzeitspaß

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